Johannes 16,16-23a – Unwegnehmbar

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„unwegnehmbar“ : Diese Wort lernten wir von Gisela Q. am 28.4.2019 in bezug auf Johannes 16 – den FRIEDEN, den der HERR JESUS gibt.

Unser Text geht los mit: „Über kurz und ihr bemerkt mich nicht, und kurz danach werdet ihr mich sehen.“

Griechisch-Exkurs 1:

Viele Übersetzungen schreiben bei beiden Verben „sehen“, aber es sind unterschiedliche Verben benutzt:

θεωρέω= Zuschauer sein, beschauen, zuschauen, betrachten, wahrnehmen; geistig anschauen, erwägen, überlegen => erfahren, bemerken.

ὁράω= sehen, achten, aufmerksam sein; erblicken; einsehen, erkennen, wissen.

Die Jünger-Unterhaltungen….: 1. „Über kurz und ihr bemerkt mich nicht“? 2. „Und kurz danach werdet ihr mich sehen.“?? 3. „Weil ich zum Vater gehe…..“???

Es sprachen nun einige von seinen Jüngern zueinander: Wir wissen nicht, was er sagt.

(Da hilft dann nur, nicht diejenigen zu fragen, die es AUCH nicht verstehen, sondern die, die es früher auch nicht verstanden, aber JETZT verstehen und erklären können und wollen (Epheser 4, 11+12)).

Dieser Abschnitt der Abschiedsreden Jesu geht zweifellos mit dem Bezug zur Karwoche los, aber der zeitliche Rahmen weitet sich; als die Jünger schließlich offen sind für Erklärungen, erweitert der Herr JESUS seine Reden und sagt:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß ihrlaut heulen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihrwerdet in Not und Trauer sein, aber …. (!!) euer Schmerz/Trauer/Not wird zur Freude werden.“

Daran schließt sich das Beispiel, die Parabel, der gebärenden Mutter an, – wie sie erst Schmerzen hat, wenn sie gebiert, aber nachher nicht mehr daran denkt, um der Freude willen, daß ein Mensch zur Welt geboren ist.

Und dann kommt die „Lehre/Schlußfolgerung/Quintessenz aus der Parabel“:

„Also: wie gesagt (am Beispiel der Mutter!) habt auch ihrjetzt zwar körperliche Schmerzen / Trauer (weltweit maximale Christenverfolgung) aber danach….“ (input: Wir sollen zuallermindestens BETEN für die verfolgten Christen!)

Griechisch-Exkurs 2:

Was spricht für diese „unübliche Art der Übersetzung“:

22 καὶ ὑμεῖς οὖν νῦν μὲν λύπην ἔχετε· πάλιν δὲ ὄψομαι ὑμᾶς

Diese beiden griechischen Wörter werden in Kombination miteinander in einem Satz verwendet, um ein Gegensatzpaar zu kennzeichnen.

1. Ihr – ich: Dieses Gegensatzpaar ergibt ja schon der Zusammenhang und der Vers.

2. Durch die Verwendung der beiden vorangestellten Worte wird noch eine zusätzliche Verstärkung sichtbar: νῦνμὲν…..πάλινδὲ. (Der Schüssel liegt in der nicht-adverbialen Übersetzung des Wortes πάλιν, was insofern schwierig zu erkennen ist, weil in den vorangehenden Versen dasselbe Wort in den üblichen Übersetzungen ausschließlich adverbial übersetzt wird, was aber grammatikalisch nicht zwingend erfolgt)

3. Daher übersetzen wir: Ihr jetzt zwar….danach aber ich.

Was fällt auf? „Über kurz und ihr bemerkt mich nicht, und kurz danach werdet ihr mich sehen…“ (Das kann man gut der Kar-Woche zuordnen, aber der HERR sieht schon weiter, darüber hinaus) „… danach aber werde ich euch sehen….“

Exegese: WIR LEBEN IN DEM „DANACH“.. Das ist für uns JETZT!! Deshalb steht DORT dann nicht (wie eigentlich sonst zu erwarten gewesen wäre: „Danach werdet IHR mich sehen“) WO ist unser JESUS jetzt?? Der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht, ER hält SEINE Augen OFFEN über uns….ER sieht uns ALLE gleichzeitig – wondrous GOD!

Wie geht der Text weiter? „…und euer Herz wird sich freuen…und eure Freude wird niemand von euch nehmen… = …und eure Freude soll niemand von euch nehmen…“

Griechisch-Exkurs 3:

Die Zukunftsform (Futur) hat im Griechischen immer auf eine GEBOTS-Funktion; Das hat unser Herr JESUS befohlen!!

Einige Handschriften / Übersetzungen haben dort einen Buchstaben anders, wodurch aus der Zukunftsform(Futur) eine Gegenwartsform(Präsens) wird: „…und eure Freude nimmt niemand von euch…“

Griechisch-Exkurs 4:

Die Gegenwartsform im Griechischen hat die bekannten 3 Aspekte:

Linear = gradlinig = immer nur geradeaus!

Johann Sebastian Bach: JESU bleibet meine Freude! (BWV 147)

Iterativ = wiederholend, immer wieder dasselbe.

JESUS, JESUS, JESUS

Conativ = versuchend = „üben, üben, üben…“

Auch wenn „DER Versucher“ versucht, uns die Freude zu rauben:
ÜBE Dich im Freuen an JESUS!

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„unwegnehmbar“ – wenn wir es glauben. „Der Glauben kommt durch…..?“ (Römer 10,17)