Kleine Mutmacher vom 18.05.2020

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. (1.Korinther 3, 6)

Als einige Flächen unseres Gartens neuen Rasen benötigten, bereiteten wir den Boden gut vor und streuten die Saat darauf aus. Außerdem hatten wir uns vorgenommen die Saat ausreichend mit Wasser zu versorgen. Dann wurde allerdings das Wetter wärmer. Die Sonne und der Wind trockneten die Erde rasch aus. Wir schauten jeden Tag nach unserem Rasen, aber es wollten sich keine jungen Gräser zeigen. Jetzt half nur noch gießen, gießen und wieder gießen. Der Boden musste eine Grundfeuchtigkeit erhalten, in der das Saatgut keimen konnte. Obwohl wir den Gartenschlauch schon ausgelegt liegen ließen, war die Arbeit allmählich etwas lästig geworden. Dann endlich zeigte sich aber doch der Erfolg. Aus einiger Entfernung konnte man sehen, wie sich die Flächen langsam mit zartem Grün eindeckten.

Auch im christlichen Alltag kommt Leben und Wachstum nicht einfach so zustande, selbst wenn Gott sich dafür zuständig zeigt. Er wartet darauf, dass wir etwas pflanzen und dass wir es auch begießen.

Um den Garten Gottes (seine Gemeinde) zum Blühen zu bringen, braucht es Pflanzer. Sie sehen brach liegende Flächen bereits in den prächtigsten Farbtönen und mit Fruchtbarkeit gesegnet, obwohl sie doch erst kleine Pflänzchen auf Abstand setzen oder Saatgut ausstreuen.

An ihrer Seite stehen die „Gießer“. Sobald das Pflänzchen im Boden steckt oder das Saatgut eingebracht ist, beginnen sie zu arbeiten. Manchmal bekommen sie Unterstützung durch den Regen des Himmels. Aber auch wenn das Erdreich austrocknen will, wollen sie die Saat nicht aufgeben. Sie unternehmen alles, um ausreichend Wasser zu bringen, damit der Garten Gottes gedeiht und blüht.

Ich denke, Gott hat sich über Paulus „den Pflanzer“ und über Apollos „den Gießer“ sehr gefreut. Und nun war ER an der Reihe und gab das Wachstum dazu.

Lieber Herr, lass mich die ungenutzten Flächen in deinem Garten erkennen. Gib mir den Mut etwas zu pflanzen. Gib mir die Ausdauer zum Begießen, auch wenn ein trockener Wind das Keimen und Wachsen behindern will. Ich möchte deinen Garten zum Blühen bringen und ich möchte, dass du dich heute über mich freuen kannst. Amen.

Und nun achte doch einmal darauf, wodurch sich deine Bitte an diesem Tag erfüllen wird.

Seid alle lieb gegrüßt,

euer Reinhard