Kleiner Mutmacher vom 03.04.2020

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

ich lade uns ein 2.Könige 6,15-17 zu lesen.

Die Kernaussage lautet: Fürchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind. Und Elisa betete: Herr, öffne doch seine Augen, das er sieht!

Die Aramäer waren ständig in Kriege mit Israel verwickelt. Besonders der Prophet Elisa war ihnen ein Ärgernis, weil Gott ihm die Orte offenbarte, die sie angreifen wollten. Durch seine Informationen war Israels Armee immer rechtzeitig zur Stelle. Deshalb beschlossen die Aramäer Elisa zu fangen. Mit einem starken Heer umzingelten sie bei Nacht die Stadt, in der er sich aufhielt. Ausgerechnet diesen Angriff hatte Gott ihm nicht offenbart. Als der Gehilfe Elisas im Morgenlicht das Militär der Aramäer sah, verzagte er, wurde ratlos und sah sein Ende gekommen. Elisa hingegen wusste, dass sein Leben allein in Gottes Hand lag.

Ist solches Gottvertrauen nicht wunderbar, dass selbst in so großer Bedrängnis trägt?

Elisas Gottvertrauen basierte nicht auf dem Sichtbaren. Auch ohne, dass er etwas mit seinen Augen sah, glaubte er an die himmlischen Heere, die immer größer und stärker sind, als alle anderen. Er wusste aber auch, dass sein Gehilfe dieses Gottvertrauen noch nicht entwickelt hatte.

Denn alles ist ja in unserem Leben ein Prozess, der seine Zeit braucht.

Deshalb betete er für geöffnete Augen. Und wie erstaunt war der Gehilfe, als er um den Belagerungsring der Aramäer einen noch größeren himmlischen Ring sah.

„Lieber himmlischer Vater, wo uns noch der vertrauende Glaube fehlt, da gib uns geöffnete Augen. Denn ein einziger Blick auf deine Allmacht lässt uns alle Furcht verlieren.“

Ich wünsche uns einen gesegneten Tag,

euer Reinhard