Kleiner Mutmacher vom 12.06.2020

Heute lesen wir 2. Mose 4, 9Und es wird geschehen, wenn sie selbst diesen zwei Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, so sollst du von dem Wasser des Stromes nehmen und es auf das Trockene gießen; und das Wasser, das du aus dem Strome nehmen wirst, es wird zu Blut werden auf dem Trockenen.

Liebe Leser, Gott gab Mose noch ein drittes Beglaubigungszeichen für das Volk Israel. Wasser aus dem Nil sollte zu Blut werden, sobald Mose es auf das Erdreich gießen würde. Das war eine Machtdemonstration Gottes. Der Nil war die Lebensader des reichen und mächtigen Ägyptens. Mit seinem Wasser lebte oder starb die Zivilisation. Bei Hochwasser versorgte der Nilschlamm die Felder reichlich mit neuen Nährstoffen. Deshalb wurde der Nil als Gottheit verehrt. Pharaonen und Priester gingen zu den Ufern, um sich rituell darin zu waschen (2. Mose 2, 5). Und nun gab Gott dem Mose Macht über diesen wichtigen Strom und damit über das ganze Land. Durch Mose richtete Gott die ägyptischen Götter.

Was hier zunächst „nur“ ein Beglaubigungszeichen war, wurde später bittere Wirklichkeit. Von den Gerichtsplagen Gottes war auch der Nil betroffen. Alles Wasser im Land verwandelte sich in Blut. Das Leben im Fluss erstarb und Ägypten glich einem Land des Todes. Israel aber durfte ausziehen aus diesem Land. Gott rettete sie und führte sie in das neue Land, nach Kanaan. Kanaan war das Land des Lebens. Statt todbringender Wasserläufe flossen dort Milch und Honig
(2. Mose 3, 8).

Auch wir lebten ohne Gott (geistlich gesehen) im Land des Todes. Aber als Jesus am Kreuz die Sünde und Abgötter richtete, befreite er uns und führte uns heraus. Mit ihm leben wir in einem neuen Kanaan und dürfen seine Macht und Herrlichkeit schon heute erfahren. Das erste Wunder, dass Jesus tat, war die Verwandlung von Wasser in Wein (Johannes 2, 1 – 8). Jesus offenbarte dort in Kana seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn (11). Liebe Freunde, das ist es, was auch uns immer wieder aufrichtet. Im Leben mit Jesus gibt es nicht nur Anfechtungen und Kämpfe zu bestehen. Es gibt vor allem seine Herrlichkeit, die unseren Glauben erweckt, erhält und stärkt.

Ich blicke voll Beugung und Staunen hinein in das Meer seiner Gnade und lausche der Botschaft des Friedens, die er mir verkündiget hat. Sein Kreuz bedeckt meine Schuld, sein Blut macht hell mich und rein. Mein Wille gehört meinem Gott; ich traue auf Jesum allein. Amen.

Ich wünsche uns allen einen wunderbar gesegneten Tag, im Land des Lebens.

Euer Reinhard