Kleiner Mutmacher vom 10.06.2020

Wir lesen im Bibeltext aus 2. Mose 4 noch die Verse 6-7

Und der HERR sprach weiter zu Mose: Stecke doch deine Hand in deinen Busen! Da steckte er seine Hand in seinen Busen; und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand aussätzig wie Schnee. Und er sprach: Tue deine Hand wieder in deinen Busen! Und er tat seine Hand wieder in seinen Busen; und als er sie aus seinem Busen herauszog, siehe, da war sie wieder geworden wie sein übriges Fleisch.

Liebe Gemeinde, liebe Freunde, Gott gab Mose noch weitere Beglaubigungszeichen für das Volk Israel. Rechnete er damals schon mit ihrer Schwerfälligkeit zu glauben und zu gehorchen? Diese Zeichen waren aber nicht nur für Israel wertvoll, sondern auch für Mose.

Das Herz steht ja für das, was wir sind. Die Hand steht für das, was wir tun.

Moses Hand hatte im Zorn einen Ägypter erschlagen. In dieser Tat drückte sich aus, was in seinem Herzen war. Man konnte daran erkennen, dass er zu dieser Zeit noch zornig, gewalttätig und selbstgerecht war. Sicher gab es auch noch genügend Israeliten, die diesen ehemaligen Prinzen in Erinnerung hatten. Es ist daher nicht ganz unberechtigt, wenn Mose sagt: Sie werden mir nicht glauben, dass du mir erschienen bist und dass du mich gesandt hast (1).

Hätten wir Mose das geglaubt? Erwarten wir nicht von den Kindern Gottes (und besonders von seinen Boten), dass sie Gott in ihrem Wesen ähnlich sind: Langsam zum Zorn und groß an Güte? (2. Mose 34, 6)

Die gute Nachricht ist, dass Gott uns mit unseren schlechten Wesenszügen nicht alleine lässt. Mose musste seine Hand zu seinem Herzen führen. Als er sie wieder ausstreckte war sie weiß vom Aussatz. Der Aussatz ist in der Bibel ein Bild für die Unreinheit der Sünde. Gott will ihm damit sagen, was aus dir hervorkam
(2. Mose 2, 12) taugte nicht, um Israel zu überzeugen. Aber wenn ich dein Herz gereinigt habe, werden auch deine Taten vor ihnen bestehen und sie werden dir glauben. Und als er nun wieder seine Hand zu seinem Herzen führte, wurde sie ganz rein.

Es steht nicht in unserer Macht, dass wir heute fehlerlos und sündlos durch den Tag kommen. Wir werden immer das tun, was tatsächlich in uns ist. Vielleicht werden wir zornig oder ungeduldig werden, uns über die „Unfähigkeit“ anderer Autofahrer ärgern. Vielleicht verlieren wir unseren Schlüssel oder wir verlegen unser Portemonnaie.

Zeigt sich dann bei uns die aussätzige Hand?

Dann lass sie uns schnell wieder zum Herzen führen. Zu dem Herzen, das wir Jesus übergeben haben, in welchem wir dem Heiligen Geist Wohnrecht versprochen haben. Wir werden merken, dass sich der Zorn legt und die Ungeduld weicht. Der Ärger im Straßenverkehr verwandelt sich in Verständnis und Nachsichtigkeit. Und durch das Verlorene und Verlegte finden wir zu einem Gebet.

Lieber Vater im Himmel, aus mir heraus kann ich nicht gut sein. Darum hilf mir an diesem Tag wie dein Gesandter zu leben. Dir gehört mein ganzes Herz. Das lass in meinen Taten sichtbar werden. Ich danke dir, dass du mich liebst. Amen.

Uns allen wünsche ich einen gesegneten Tag.

Euer Reinhard