Das Experiment, Teil II (24.06.2020)

Seht, ich komme zu euch und wende mich euch wieder zu. Ihr werdet bestellt und besät werden. (Hesekiel 36, 9; NLB)

Am Montag sprach ich über die Zuwendung Gottes und bat um eure Mitarbeit.

Vielen dank für eure Beteiligungen und eure Impulse. Es ist schön zu lesen, welche Gedanken euch dabei bewegen. Es ist ein schöner und bunter Blumenstrauß mit vielseitigen Ansätzen geworden. Es ist ein üppiges geistliches Buffet, das von euch zusammengetragen wurde. Dankeschön.

Hier kommen eure Antworten, die ich redaktionell überarbeitet habe und anonym weitergebe:

  • Seitdem ich mit Gott verbunden bin, besteht mein Leben aus Gottes Zuwendungen. In so vielen Bereichen. Ein Beispiel von vielen: Gott wendet sich meiner Finanzen zu. In der Corona-Zeit, in der viele finanziell schwere Zeiten durchleben, schenkte Gott mir die finanzielle Schuldenfreiheit, die ich jahrelang nicht mehr hatte.
  • Da ich beruflich auch mit Corona-Patienten zu tun habe/hatte, war die Sorge Anfangs doch groß.  Sehr früh am Anfang der Corona-Zeit, nahm Gott mir die Angst davor. Ein Gebet reichte aus und meine Angst wurde bedeutend weniger. Gott wendete sich meiner Sorge zu, und nahm Sie von mir.
  • Gott wendet sich meiner Familie zu. Meine Frau, die bis vor wenigen Wochen noch so gar nichts von Gott wissen wollte, hat sich Gott mehr zugewandt. Gott erhört Gebet: Meine Frau liest jetzt mit mir zusammen die Bibel, das (Johannes Evangelium) und fragt nach Gott. Sie fängt sich an zu interessieren und sucht Jesus. Dies alles sind Zuwendungen Gottes!
  • Ich könnte noch so unglaublich viel mehr schreiben, dann würde ich aber bis mindestens morgen früh hier noch sitzen…dies sind jetzt nur einige für mich bedeutsame Zuwendungen Gottes in meinem Leben…
  • Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde und Umstände, Probleme und Nöten. Er wendet sich mir zu und ich lasse mich einladen. Danke Vater😀
  • Das erinnert mich an einen Gottesdienst, dort fiel der Satz: Gott ist reich, doch das Geld steckt in den Taschen seiner Kinder. Dabei wurde mir auch mal vom Heiligen Geist gezeigt, dass ich einer Frau in der Gemeinde einen bestimmten Betrag geben solle. Und sie brauchte tatsächlich genau diese Summe.
  • Ich habe kürzlich in einem Buch gelesen, dass Gott mich kennt, anspricht, mag und mir hilft. Zu mir zu sagen: „Gott mag mich! “ hat mich sehr bewegt und berührt. Es ist persönlich, meint mich als Person, vermittelt Zärtlichkeit. Dies bedeutet Zuwendung für mich, dass Gott sich mir zuwendet. Ein viel sachlicherer Zusammenhang fällt mir bei dem Wort ebenfalls ein: Eine finanzielle Zuwendung erhalten für eine geleistete Arbeit, dies kann auch Anerkennung des Einsatzes bedeuten.
  • Mit einem Dach über den Kopf, mit Nahrung und Kleidung, in einem friedlichen Land zu leben. Gott ist dir zugewandt, wenn du es möchtest und blickt dich voller Liebe an.
  • Auszug aus dem sprachlichen Gebrauch des biblischen Textes:

„denn siehe, ICH (bin) auf Euch zu….“ (Das GEGENTEIL von ZUWENDEN ist „sich abwenden“, kein Interesse mehr; Zorn, Gericht, Ende!)

„…und ich werde auf-Euch-zu (in EURE(R) Richtung) Euch anschauen, über Euch wachen, auf Euch aufpassen, meine konzentrierte Aufmerksamkeit wird EUCH gelten“

„Der HERR lasse Sein Angesicht über Dir leuchten“ – DAS ist gemeint: ER schaut auf uns, – mit LIEBE, mit STRAHLEN, mit LEUCHTENDEM Gesicht, uns „zugewandt“, nicht im Zorn oder mit Wut oder Enttäuschung über uns. (Gott KANN sich nicht täuschen..)

„Denn siehe, ICH werde (Futur, so wie alle anderen 4 Formen des Verses) auf Euch zu sein und werde nach Euch schauen und ihr werdet vollendet werden und werdet vermehrt werden (iSv vieler Nachkommen).“
als ESAU auf JAKOB zuritt mit seiner ganzen Baggage, da hatte Jakob ja das große Hosenflattern: der kam auch „auf….zu“, aber Jakob wußte ja erst nicht, ob feindlich oder freundschaftlich gesonnen.

Gott kommt, wenn wir an JESUS glauben, freundlich auf uns zu.

  • Zuwendung heißt zunächst Kontakt haben. Kontakt bekommen heißt zwei Personen miteinander bekannt zu machen. Das ist vor einigen Jahren geschehen, das durfte durch ein Gespräch bei Bernd Ewert erleben.  Zuwendung Gottes geschieht an jedem Tag, seitdem ich mit ihm Bekanntschaft habe. Zuwendung ist nicht einseitig, wenn ich die Bibel und oder bete erhalte ich Zuwendung. Zuwendung bedeutet sich anlehnen zu können, Trost zu empfangen und auch weitergeben zu können.
  • Das ist wirklich eine superschöne Aussage in Hesekiel 36,9. Eigentlich spricht Gott hier ja zu den Bergen von Zion. Aber der Vers hat mich inspiriert, die Aussagen ganz persönlich für mich zu nehmen. So entstand das folgende Gebet: „Jesus, danke für diese tolle Zusage! Du kommst zu mir, du wendest dich mir zu, du siehst mich an, mit all meinen Fehlern, mit all meiner Unfähigkeit, meiner Angst und meinem mangelnden Vertrauen. Und trotzdem siehst du mich liebevoll an. Du wendest dich mir voller Gnade zu, mit Vergebung und Mitgefühl. Du konzentrierst dich voll auf mich. Du analysierst meine Lage. Du erkennst, was ich brauche, viel umfassender, als ich das selbst sehen kann. Und du versorgst mich mit deinen Zuwendungen. Du „bestellst mein Herzensfeld“, so dass ich dich erkennen und deine Stimme hören kann. Immer wieder säst du deine Impulse in mein Leben. Deine Zuwendungen sind unverdient, aber regelmäßig und beständig. Du bist mein Versorger, mein „Dreh- und Angelpunkt“, mein Alles! Ich danke dir so! Amen.“
  • Danke, Jesus, dass du uns in dieser Corona-Krise nicht alleine lässt.  Auch, wenn ich mich einsam fühle, du bist da, du lässt mich nicht allein. Wenn ich keinen berühren darf, ich kann mich fallen lassen in deinen liebenden Arm. Ich kann lachen und weinen, du hältst mich fest, niemals bin ich allein.
  • Jesus hat den Weg bereitet. Der Vater schaut auf mich und wendet sich mir zu. Nimmt mich in die Arme, trotzt Krankheit fließt neues Leben in mir. Mein Leben wird bereichert, es grünt und blüht.
  • Gottes Zuwendung bedeutet für mich ein aktives Handeln Gottes.
    Eine liebevolle und zärtliche Form der Aufmerksamkeit. Mit seiner Zuwendung signalisiert er echtes Interesse an mir und geht den ersten Schritt auf mich zu.
  • Also Zuwendung Gottes bedeutet das Gott Interesse an mir hat an allem was ich tue, denke, an meinem Handeln, was ich mir wünsche, was ich brauche, wie ich mich fühle und wie es mir geht. Gott sieht mich und Er versorgt und umsorgt mich. Er blickt mit liebenden Augen auf mich.
  • Wenn sich die Sonne der Erde zuwendet, wird es hell und warm; so ist es mit Gottes Zuwendung uns Menschen gegenüber. In dem Wort „Zuwendung“ steckt „Wendung“: Schwierige Dinge können sich durch Gottes Zuwendung zum Guten wenden.
  • Epheser 1,6 : „… zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, durch die er uns begnadet hat (Perfekt!! resultativ..) IN SEINEM GELIEBTEN SOHN“

DAS Beispiel des Bilderbuchs der Bibel für die geistlichen Wahrheiten des Neuen Testaments, nämlich das Alte Testament: Esther 5, 2: „…erlangte sie Gnade vor seinen Augen. Und der König streckte das goldene Zepter in seiner Hand gegen Ester. („auf…Ester…zu“) Da trat Ester herzu und rührte die Spitze des Zepters an.“

Und genau HIER schließt sich der Kreis zu Deiner letzten Sonntag-Predigt: „Lasst uns hinzutreten mit FREIMÜTIGKEIT zum Thron der Gnade.“ Hebräer.

Diese Freimütigkeit hatte ESTER damals noch NICHT, weil sie nicht WUSSTE, wie es ausgehen würde. WIR WISSEN, dass Gott Jesu Opfer annahm – warum? Na, weil JESUS auferstanden ist! Das ist der BEWEIS, dass Jesu Opfer GILT für Zeit und Ewigkeit, daher können (und SOLLEN) wir mit Freimütigkeit kommen.

  • Zuwendung bedeutet für mich Kraft und Mut. Gottes Zuwendung schenkt uns so viel Kraft und Lebensmut, dass wir nicht allein um irgendetwas kämpfen müssen. Immer wieder neu anfangen im Alltag, im Leben.

Vielen Dank für eure schriftlichen Zuwendungen und eine reich gesegnete Woche

Eggi Tetzlaff