Kleiner Mutmacher vom 03.08.2020

Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln (Psalm 23,1)

Liebe Leser, in unserer Nähe befand sich eine stattliche Schafherde. Immer wieder hörten wir vereinzelte Schafe blöken. Es klang, als würden sie sich gut unterhalten. Dann aber kletterte das Thermometer auf sommerliche Temperaturen. Die Herde wurde immer unruhiger und das Blöken nahm zu. Es klang nun wie ein Betteln und Bitten. Jemand erzählte uns in diesem Zusammenhang, dass der Hirte die Schafe ohne Wasser auf die Weide getrieben hätte. Sie sollten ihren Flüssigkeitsbedarf allein aus dem Grünfutter decken.

Nun kenne ich mich mit Schafen zwar nicht aus, aber ich lese die Bibel. Im Psalm 23 beschreibt David (der ja selbst ein Scharfhirte war) die Empfindungen eines Schafes aus dessen Perspektive. Das klingt dann so: Mein Hirte (…) weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Ich darf daraus wohl schließen, dass Wasser für Schafe so gut und wichtig ist, wie die grünen Weiden.

Jesus sagt, dass wir die Schafe seiner Weide sind und dass er ein guter Hirte ist. Ja, er ist ein Hirte, bei dem uns nichts Lebenswichtiges fehlt. Er sorgt für unser tägliches Brot und auch für das frische Wasser, das den Durst der Seele stillt. Im Psalm 107,9 steht: Er sättigt die durstige Seele und füllt die hungrige Seele mit Gutem. Ist das nicht schön, dass wir solch einen guten Hirten haben? Wir brauchen nicht den ganzen Tag vor Durst zu „blöken“, es reicht ein einfaches Gebet. Unser Hirte weiß genau was wir brauchen, was gut für uns ist und wann wir es bekommen werden. Ich bin froh und dankbar, dass ich ein Schaf dieses Hirten sein darf.

Allen Lesern wünsche ich einen guten und gesegneten Tag.

Euer Reinhard